Aufrüstung bei Rüstungskonzern Rheinmetall will Munitionsfabrik in Bulgarien errichten

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Foto: Christoph Hardt / Panama Pictures / IMAGO

Der Rüstungskonzern Rheinmetall will in Bulgarien eine Munitionsfabrik bauen. »Wir freuen uns über das Vertrauen,das uns Bulgarien entgegenbringt,und werden dem Land ein ebenso verlässlicher wie leistungsfähiger Partner sein«,erklärte Rheinmetall am Dienstag. »Näheres werden wir nach Unterzeichnung der Verträge mitteilen«,teilte der Konzern weiter mit.

Boyko Borissow,der Chef der bulgarischen Regierungspartei Gerb,hatte zuvor in einem Post bei Facebook erklärt,er habe sich mit Rheinmetall-Chef Armin Papperger in Düsseldorf getroffen,um die Pläne zu erörtern. In Gemeinschaftsunternehmen mit Rheinmetall solle unter anderem Munition des Kalibers 155 Millimeter nach Nato-Vorgaben gefertigt werden. Das Investitionsvolumen liege bei rund einer Milliarde Euro.

Neue Munitionsfabrik auch in Unterlüß

Rheinmetall hat die Produktion von Munition auch angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hochgefahren. Zusätzlich will der Konzern daher eine neue Munitionsfabrik im niedersächsischen Unterlüß eröffnen. Zu der Einweihung der Anlage am Mittwoch erwartet Papperger den Vizekanzler und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD),Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und Nato-Generalsekretär Mark Rutte.

Die Serienproduktion der 155-Millimeter-Geschosse soll in dem neuen Werk in Kürze starten. Nach einem Probebetrieb soll die Produktionsmenge nun schrittweise hochgefahren werden: Dieses Jahr sollen noch 25.000 Schuss gefertigt werden,2027 sollen es dann 350.000 Schuss sein. Inklusive der Fertigung in anderen Werken möchte Rheinmetall 2027 auf 1,5 Millionen Geschosse kommen.

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Artilleriegeschosse vom Kaliber 155mm

Foto: Marcus Brandt / dpa

Die Nachfrage nach so einer Munition ist mit dem Beginn des Ukrainekriegs 2022 nach oben geschnellt,Rheinmetall gehört zu den wichtigsten Lieferanten des von Russland angegriffenen Landes.

Protestcamp »Rheinmetall entwaffnen« darf stattfinden

Unterdessen hat in Köln das Antikriegscamp »Rheinmetall entwaffnen« begonnen. Unter dem Fernsehturm »Colonius« im Grüngürtel stehen mittlerweile einige Dutzend Zelte.

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Höhepunkt der Aktion soll eine Demonstration in der Kölner Innenstadt am Samstag sein.

jmm/dpa/Reuters